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Einsätze…

…rund 160 Einsätze haben wir im Jahr 2014 absolviert. Wir mussten mehrere Brände löschen, technische Hilfe an verunfallten Fahrzeugen leisten, Ölspuren abstreuen, Wasser aus vollgelaufenen Keller pumpen oder auch zu ausgelösten Brandmeldeanlagen fahren. Vielseitige, aber auch teilweise belastende Einsätze waren es auch im Jahr 2014. Und dabei steht für uns immer im Mittelpunkt Menschen in Not zu helfen. Rund um die Uhr, Tag für Tag.

 

Übungen…

…regelmäßig stattfindende Übungen dienen dazu das erlernte Wissen in die Praxis umzusetzen und dauernd auf dem Laufenden zu sein. Ständig neue Entwicklungen z.B. im Fahrzeugbau bedürfen besonders bei einer technischen Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall dem aktuellen Wissen der Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden.

 

Ausbildung…

…eine fundierte Ausbildung erhält jede Feuerwehrkameradin und jeder Feuerwehrkamerad in der Freiwilligen Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück. Beginnend mit der Truppmannausbildung durch eigene Ausbilder werden weitere Lehrgänge an der Kreisfeuerwehrschule Gütersloh in St.Vit und am Institut der Feuerwehr in Münster besucht.

 

Ausrüstung…

…die Einsatzkräfte werden mit allen notwendigen Ausrüstungsgegenständen ausgestattet. Dazu gehört die persönliche Schutzausrüstung wie beispielsweise Helm, Handschuhe, Stiefel sowie Brandschutzjacke und –hose. Ebenso wird nach erfolgreicher Ausbildung ein digitaler Meldeempfänger zur Verfügung gestellt, der die Einsatzkräfte entsprechend alarmiert.

 

Über Gebühr belastet…

…wird keiner beim Löschzug Wiedenbrück. Einsätze und Übungen sind zwar manchmal zeitintensiv, aber die Belastung kann mit dem normalen Alltag ganz gut vereinbart werden. Das zeigt sich daran, dass sich bereits ca. 85 aktive Feuerwehrkameradinnen und -kameraden ehrenamtlich im Löschzug Wiedenbrück engagieren.

Besonders belastende Einsätze werden nachträglich durch intensive Gespräche nachgearbeitet. Hierfür steht uns Seelsorger Pfarrer Marco Beuermann, selbst aktiver Feuerwehrkamerad im Löschzug Wiedenbrück, mit Rat und Tat zur Seite.

 

Schule und Arbeitgeber…

…stehen bei uns an erster Stelle. Keiner wird durch die Mitgliedschaft in einer Freiwilligen Feuerwehr beruflich benachteiligt. Dafür sorgt schon der Gesetzgeber, der im Feuerschutz- und Hilfeleistungsgesetz (FSHG) entsprechende Regelungen getroffen hat. Dennoch muss sich jede Einsatzkraft darüber Gedanken machen, wie das Verhältnis Beruf/Schule zum Dienst in einer Freiwilligen Feuerwehr optimal gestaltet werden kann. Hierzu stehen die Verantwortlichen des Löschzuges Wiedenbrück mit viel Erfahrung und Geschick einem jeden Interessierten zur Verfügung.

 

Aktionen…

…neben den Einsätzen und Übungen engagiert sich der Löschzug Wiedenbrück in vielerlei Hinsicht. So werden Eisflächen geflutet, die St. Martinszüge im Stadtgebiet begleitet und der Besuch des Nikolauses und des Christkindes auf dem Wiedenbrücker Weihnachtsmarkt vom Löschzug Wiedenbrück unterstützt. Sportliche Großveranstaltungen im Stadtgebiet werden mit vorhandenen Leuchtmitteln ausgeleuchtet und Brandsicherheitswachen bei Events durchgeführt.

 

Tradition…

...gilt es zu erhalten und zu bewahren, aber auch der heutigen Zeit anzupassen. Daher kann z.B. der Maiausmarsch des Löschzuges auf eine über sechzigjährige Tradition zurückblicken.

Früher wurde bei der Feuerwehr in den Wintermonaten nicht geübt. Am 1. Mai um 6.00 Uhr in der Frühe startete man, damals noch mit einer eigenen Feuerwehrkapelle, vom Gerätehaus “Am Neupförtner Wall“ zum Maiausmarsch. Dieser führte dann zur Reitbahn, da sich dort ein Steigerturm befand, um nach den Wintermonaten wieder mit dem Übungsdienst zu beginnen.

Als im Jahr 1951 der Kamerad Alex Brentrup im Krankenhaus lag, führte der Zug am St. Vinzenz Hospital (damals noch am Nonnenwall, wo sich heute der St. Marien Kindergarten befindet) vorbei, um mit einem Ständchen der Feuerwehrkapelle die besten Genesungswünsche zu übermitteln. Die Schwestern des St. Vinzenz Hospitals fanden diesen Auftritt so toll, dass ab sofort der Weg jährlich am 1. Mai am St. Vinzenz Hospital vorbeiführte und dort auch eine Pause eingelegt wurde. Nach dem Umzug des Krankenhauses zur Rietberger Str. im Jahr 1963 führte der Weg nun alljährlich weiterhin zum St. Vinzenz Hospital. Eine Pause wurde immer an der Reitbahn, bzw. später am Freibad eingelegt. Der damalige Bademeister der Stadt Rheda-Wiedenbrück spendierte dort jeweils einen kühlen Trunk. Verbindend war, dass der Bademeister Willi Kempkes während der Wintermonate, wenn das Freibad geschlossen war, beim Rettungsdienst eingesetzt wurde.

Auf dem Weg zum Krankenhaus fand man hinter so manchem Baum eine Flasche als Wegzehrung. Dieses war als Dank der Anwohner dafür zu sehen, dass diese am Morgen des 1. Mai schon so früh durch flotte Marschmusik geweckt wurden. Nach dem Halt am Krankenhaus ging es weiter zur Gaststätte „Am Jägerheim“, wo man sich bei einem Frühstück stärkte.

Ab dem Jahr 1980 erfolgte der Umzug ab dem neuen Gerätehaus „Am Nordring“ und das abschließende Frühstück fand ab diesem Zeitpunkt auch hier im Gerätehaus statt. Eine weitere Veränderung erfolgte im Jahr 1999. Hier wurde der Maiausmarsch auf den Vorabend zum 1. Mai verlegt. Zunächst findet ein Ausmarsch zu historischen Punkten innerhalb des Ortsteils Wiedenbrück statt. Anschließend feiern wir in Verbindung mit den Kameradinnen und Kameraden der Werkfeuerwehr der Westag u. Getalit AG, sowie des DRK und unseren Nachbarn rund um das Gerätehaus in den 1. Mai.